bigpyhton ® University of Florida photo by Kristen Grace Florida Museum of Natural History
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Forscher haben in den Everglades den größten je in Florida gesichteten Tigerpython gefangen. Das Tier ist mehr als fünf Meter lang, 30 Zentimeter breit und 74 Kilogramm schwer. Zudem trug das Reptil 87 Eier in sich. Für die Forscher ist dieser Fund ein Alarmsignal.

Bereits jetzt stellt der Tigerpython für viele heimische Tierarten in den Sümpfen Floridas eine ernste Bedrohung dar. Die Würgeschlange frisst Alligatoren, Vögel, Waschbären und sogar kleine Hirsche.

Das Reptil wurde vor ca. 30 Jahren in Florida heimisch. Einwohner hatten den Tigerpython aus Asien mitgebracht, und ihn zunächst als Haustier gehalten. Nachdem die Tiere dann jedoch zu groß wurden, haben einige Besitzer die Reptilien ausgesetzt. In den Everglades konnten sich die Tiere aufgrund der klimatischen Bedingungen und wegen fehlender Feinde sehr gut vermehren. Heute gehen Wissenschaftler davon aus, dass bereits mehr als 10.000 Exemplare existieren.

Aufgrund des aktuellen Fundes ist zudem davon auszugehen, dass sich die Tiere weiter in den Everglades ausbreiten werden. Wissenschaftler befürchten, dass der Tigerpython eine ernste Bedrohung für das seit 1979 zum Unesco-Weltnaturerbe zählende Ökosystem darstellt. Von dem mittlerweile toten Reptil erhoffen sich Forscher mehr über Fress- und Fortpflanzungsgewohnheiten erfahren zu können, um so einen Weg zu finden, die weitere Ausbreitung einzudämmen.

Weitere Informationen:
University of Florida: UF scientists find state record 87 eggs in largest python from Everglades