Der Erreger der gefährlichsten Malariavariante heißt Malaria tropica. Jährlich sterben mehr als zwei Millionen Menschen daran.
Nun haben Forscher aus den USA und Frankreich bislang unbekannte Formen der Parasiten bei Gorillas aus Kamerun und Gabun entdeckt. Hierbei ist jedoch noch unklar, ob sich die Gorillas bei Menschen oder anderen Primaten angesteckt hätten.

Aufgrund der zahlreichen Parasiten, die während der Untersuchungen bei Schimpansen und Gorillas gefunden wurden, gehen die Forscher davon aus, dass die Vielfalt der Malaria-Erreger bei Menschenaffen bislang unterschätzt wurde. Die Forscher warnen zudem, dass aufgrund der engen genetischen Verwandtschaft mit menschlichen Malaria-Erregern die Gefahr bestehe, dass die Parasiten vom Affen auf den Menschen (oder umgekehrt) übertragen werden könnten. Und die Gefahr erhöht sich weiter, da es durch die Abholzung der Regenwälder häufiger zu Kontakten zwischen Menschen und Menschenaffen kommt.

Zukünftig ist es wichtig, bei der Bekämpfung des Erregers zu berücksichtigen, dass eben auch Menschenaffen die Parasiten in sich tragen können.