Schneeleopard - Mondberge-Artenschutzkalender 2014 © Dannhaeuser
Schneeleopard – Mondberge-Artenschutzkalender 2014 © Dannhaeuser

Am 22. und 23. Oktober 2013 fand das erste Globale Forum zum Schutz der Schneeleoparden in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek statt. Zu dieser internationalen Schutzkonferenz sind die offiziellen Vertreter aller zwölf Schneeleoparden-Verbreitungsstaaten zusammengekommen, um zu beraten, wie die Schneeleoparden künftig besser geschützt und ihr Aussterben verhindert werden kann.

Schneeleoparden gehören zu den stark gefährdeten Arten. Im Washingtoner Artenschutzabkommen CITES haben die Tiere den höchsten Schutzstatus. Dennoch werden Schneeleoparden von Wilderern gejagt. Ihr Fell kann als Mantel umgearbeitet bis zu 60.000 Dollar erzielen, ihre Knochen werden zur Verwendung in der traditionellen chinesischen Medizin verarbeitet. Ein zusätzliches Problem für den Erhalt der Art stellt die Zerschneidung der Lebensräume dar. Schätzungen zufolge gibt es in China, Russland, Afghanistan und Myanmar nur noch zwischen 3.500 und 7.000 wild lebende Tiere gibt. Die fortpflanzungsfähige Population allerdings umfasst auf einer Fläche von mehr als einer Million Quadratkilometern wohl nur ca. 2.500 Großkatzen, was die Fortpflanzung der Tiere sehr erschwert.

Die Internationale Schutzkonferenz zielt darauf ab, diese Gefahren zu bekämpfen. So sollen durch die Bischkek-Deklaration und das GSLEP „Global Ecosystem Snow Leopard Recovery Program“ die Wilderei eingedämmt, Landschaften erhalten, Bewohner von Berggemeinden unterstützt und auf die Bedrohungen durch den Klimawandel reagiert werden. Nach Aussage von NABU-Präsident Olaf Tschimpke, Mit-Organisator und Unterstützer der Konferenz, bringen „die Vereinbarungen … Forscher und Regierungen aller Schneeleoparden-Verbreitungsstaaten zusammen und sind damit Meilensteine für den Schutz der Großkatze“.