Foto: AGA e. V.

Wie die Aktionsgemeinschaft Artenschutz e. V. AGA mitteilte, endete die diesjährige Nistsaison der Meeresschildkröten am Strand der iranischen Insel Kish erfolgreich. Die vom Aussterben bedrohte Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas) und auch die Echte Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata) kommen jedes Jahr zur Nistsaison an die Südküste der bei Touristen aus Teheran beliebten iranischen Ferieninsel.

Die AGA setzt sich für den Schutz der Meeresschildkröten ein. In diesem Jahr ist es gelungen, fast 70 Nester an einem ausgewiesenen Strandabschnitt zu schützen. Das erste Monitoringprogramm für den Schutz der Meeresschildkröten konnte etabliert und 45 der bedrohten Meeresschildkröten bei der Eiablage markiert werden. Somit ist es nun möglich, die Tiere zu identifizieren und es können Rückschlüsse auf Wanderrouten gezogen werden. Ist das Verbreitungsgebiet bekannt, können wirksame Schutzkonzepte umgesetzt werden.

Foto: AGA e. V.

Wie Brigitte Peter, Geschäftsführerin der AGA angibt, haben “mehr als 2.100 geschlüpfte Jungtiere … den Persischen Golf erreicht und geben Anlass zur Hoffnung, aber im Schnitt wird nur eines von etwa 1.000 Tieren das fortpflanzungsfähige Erwachsenenalter erreichen.” Fressfeinde, die Fischereiindustrie und auch der Verlust des Eiablagestrandes bergen Gefahren für die Tiere.

Nach dem erfolgreichen Ende der diesjährigen Nistsaison hat bei der AGA die Planung für eine Fortsetzung des Schutzprojektes bereits begonnen. Für einen langfristigen und nachhaltigen Schutz der Niststrände setzt die AGA auf verstärkte Umweltbildungsmaßnahmen, beispielsweise an Schulen, die zu einer direkten Einbindung der lokalen Bevölkerung in das Projekt führen sollen.

Weitere Informationen: www.aga-international.de