Die Wissenschaftler des Potsdam-Institus für Klimaforschung zeichnen ein düsteres Bild was die Verminderung der weltweiten Erderwärmung angeht. Einer neuen Studie zufolge, die nach Angaben des PIK in Kürze in der Zeitschrift „Earth System Dynamics“ veröffentlicht werden soll, speichern Ozeane höhere Temperaturen deutlich länger als bisher angenommen, da aufgrund der Erderwärmung der Wärmeaustausch gestört werde. Demnach würde – selbst wenn es gelingen sollte die Erde durch den Entzug von Kohlendioxid aus der Atmosphäre abzukühlen – diese Abkühlung ca. 10mal länger dauern als das Aufheizen durch Treibhausgase. Das hätte zur Folge, dass der Meeresspiegel trotz Abkühlung nach ca. 200 Jahre ansteige.

Vor diesem Hintergrund erscheint die von vielen Teilnehmern als Erfolg in letzter Minute gefeierte Einigung des Weltklimagipfels in Cancun, die Erwärmung der Erde auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen in einem anderen Licht. Auch bei einer Erderwärmung um nur 1,5 Grad werde der Meeresspiegel bis zum Jahr 2250 um ca. 30 Zentimeter steigen und bei einem weiteren Ausstoß von Treibhausgase wie in der Vergangenheit wird ein Ansteigen des Meeresspiegels um mehr als zwei Meter prognostiziert.

Dies zeigt, wie wichtig es ist, die Ergebnisse aus Cancun als erste Schritte auf einem gemeinsamen Weg zu sehen, die möglicherweise zu einem verbindlichen Klimavertrag in Südafrika 2011 führen.

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