Elefanten, Bildband Afrikas Süden © Wulfekammer
Elefanten, Bildband Afrikas Süden © Wulfekammer

Experten ringen im Vorfeld der Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommen CITES um die Einstufung von bedrohten Tier- und Pflanzenarten, insbesondere von Eisbären und Afrikanischen Elefanten, dies berichtet Thomas Wagner-Nagy in einem Artikel auf sueddeutsche.de.

Im Abkommen wird der Handel mit gefährdeten Arten geregelt. Diese werden in drei Kategorien eingeteilt. Stufe I steht für ein internationales Handelsverbot, Stufe II für internationale Handelsbeschränkungen und bei Stufe III sind nur nationale Handelsbeschränkungen gegeben.

Für die Konferenz im März 2013 gehen Experten davon aus, dass der Eisbär von Stufe II in Stufe I umgeordnet wird. Sowohl die USA als auch Russland setzen sich für ein internationales Handelsverbot für den sowohl vom Klimawandel als auch durch den Handel mit Fellen bedrohten Eisbären ein.

Demgegenüber ist Tansanias Forderung einer Herabstufung für Afrikanische Elefanten umstritten. Die Herabstufung würde eine Lockerung für den Handel mit Elfenbein bedeuten und die Möglichkeit bieten, den Lagerbestand von 101 Tonnen Elfenbein verkaufen zu können. Zwar verbindet Tansania die Forderung an das Versprechen, den Erlös aus dem Verkauf vollständig in den Schutz der Elefanten zu investieren, Vertreter von Artenschutzorganisationen gehen jedoch davon aus, dass durch eine Legalisierung auch der illegale Handel aufgrund gleicher Handelswege zunehmen würde. Dies könnte katastrophale Folgen für die ohnehin durch Wilderei stark bedrohten Tiere haben.

Weitere Verhandlungen werden zudem über Veränderungen der Einstufung bei verschiedenen Meerestieren und bedrohten Pflanzenarten geführt.

Details im Artikel von Thomas Wagner-Nagy auf sueddeutsche.de: Eisbär hochstufen, Elefant runter

Fotobildband "Afrikas Süden"