Einfuhrstopp von Elfenbein nach China

Neue Hoffnung für die stark bedrohten Dickhäuter

Afrikanischer Elefant © Michael Matschuck
Afrikanischer Elefant © Michael Matschuck

Das chinesische Forstministerium hat in der vergangenen Woche mit sofortiger Wirkung den Import von Elfenbein verboten, wenn auch zunächst nur für ein Jahr.

Bislang ist es der chinesischen Regierung trotz mehrfacher Versuche nicht gelungen, den illegalen Handel mit Elfenbein einzudämmen. Immer wieder gab es Fälle, bei denen auf verschiedensten Wegen (sogar unter Missbrauch des Diplomatenstatus) teilweise sehr große Mengen (bis zu mehreren Tonnen) des „weißen Goldes“ geschmuggelt bzw. aufgefunden wurden. Nun will die chinesische Führung scheinbar ernst machen.

Und es ist auch an der Zeit: Allein in Tansania lag der Elefantenbestand gemäß der Environmental Investigation Agency EIA im Jahr 2005 bei rund 142.000 Tieren, 2012 waren es noch ca. 105.000 und bis Ende 2015 befürchten Umweltschützer einen Rückgang auf 55.000 Tiere. Experten mutmaßen, dass bis zu 70 Prozent des Elfenbeins nach China gebracht werden. Als angebliches Heilmittel und Rohstoff für Schnitzkunst sind die Stoßzähne dort nach wie vor äußerst gefragt.

Kritische Stimmen sehen das befristete Einfuhrverbot zwar als positiven Schritt, bemängeln jedoch, dass der rege Elfenbeinhandel innerhalb Chinas dadurch in keinster Form beeinträchtigt wird. Manche warnen, dass Chinas Führung den ununterbrochenen nationalen Handel später sogar als Vorwand nehmen könnte, einen Importstopp als ‚nutzlos‘ darzustellen.

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