Der Einfluss des Virus auf die Gorilla- und Schimpansenpopulationen

Schimpanse © Andreas Klotz
Schimpanse © Andreas Klotz
Berggorillas Rushegura © Andreas Klotz
Berggorillas Rushegura © Andreas Klotz

Obgleich die Berichterstattungen über die neueste Ebola-Welle immer weniger werden, bleiben die Folgen deutlich spürbar. Die ohnehin suboptimalen Gesundheitssysteme der betroffenen afrikanischen Länder sind nahezu gänzlich zusammengebrochen, man kämpft mit Personalproblemen, da viele ärztliche Mitarbeiter dem Virus erlagen, weiterhin gibt es jede Woche neue Krankheitsfälle und weiterhin werden flexible Helfer und Medikamente benötigt.

Was jedoch nur selten zur Sprache kommt, sind die dramatischen Auswirkungen, die eine solche Epidemie auf die Tierwelt hat. Bereits während früherer Ebola-Ausbrüche wurde das Ausmaß deutlich. Ende 2006 berichtete das Max-Planck-Institut, das die Krankheit nachweislich etwa ein Viertel der Welt-Gorilla-Population dahingerafft hatte. Auch die Schimpansenpopulation war sehr stark davon betroffen.

Die Geschichte scheint sich zu wiederholen und weltweite Untätigkeit führte erneut zu Eskalation.

Karamuzi 2009 Foto: Andreas Klotz
Gorilla Karamuzi © Andreas Klotz

Nur wenn unsere nahen Verwandten durch Sicherung, vielleicht sogar Erweiterung ihres Lebensraumes und Medikamente bzw. Impfungen geschützt werden, haben sie eine Chance, das Ebola-Virus und damit eine der größten Gefahren für die Tiere zu überstehen. Am wichtigsten ist und bleibt es sicherlich, den Kampf und die Hoffnung für Mensch und Tier nicht aufzugeben.

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Beitrag Kleine Zeitung
Beitrag Sonntagszeitung
Bericht Jane Goodall Institut (Englisch)