Doppeltes Gorilla-Babyglück in Uganda

Das Engagement der Arten- und Naturschützer scheint sich auszuzahlen: Anfang November wurden im Bwindi Nationalpark zwei Berggorillas geboren. Eine ausgesprochen erfreuliche Entwicklung, vor allem, da es weltweit nur noch einige Hundert dieser ‚sanften Riesen‘ gibt. Sie alle leben in Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo. In Gefangenschaft gibt es keine.

Nachwuchs in der Rushegura-Gruppe, geboren am 11.11.2016 © Uganda Wildlife Authority
Nachwuchs in der Rushegura-Gruppe, geboren am 11.11.2016 © Uganda Wildlife Authority

Wie wir bereits im neuesten Mondberge-Newsletter berichteten, gibt es Nachwuchs unter Ugandas Berggorillas. Gleich zwei Familien haben gesunde Babys auf die Welt gebracht und freuen sich nun sichtlich über den Neuzugang. Ohne die langjährigen konsequenten Schutzmaßnahmen in der Region wäre dies kaum möglich gewesen. Die Lebensbedingungen der Tiere sind ein entscheidender Faktor für ihre Fortpflanzung.

Noch vor wenigen Jahren sah die Zukunft der Berggorillas äußerst trostlos aus. In verschiedenen Blockbustern wurden sie wiederholt als aggressive, böswillige Raubtiere dargestellt. Tatsache ist jedoch, dass sie eher einem freundlichen Charakter aus Disneys Dschungelbuch gleichen. Sie ernähren sich ausschließlich von Pflanzen und sind eher schüchterne, sanftmütige Wesen.

Bereits am 8.11. bekam die Bitukura-Familie Zuwachs © Uganda Wildlife Authority
Bereits am 8.11. bekam die Bitukura-Familie Zuwachs © Uganda Wildlife Authority

Die Tragzeit der Berggorillas beträgt wie bei uns Menschen etwa neun Monate, und die ersten drei bis vier Jahre wird das Junge hauptsächlich von der Mutter, zuerst am Bauch, später auf dem Rücken getragen.

Ein etwa ein Jahr altes Gorillababy wird gesäugt © Mondberge/Andreas Klotz
Ein etwa ein Jahr altes Gorillababy wird gesäugt © Mondberge/Andreas Klotz

Ein ausgewachsenes Berggorilla-Männchen, auch Blackback bzw. später Silverback genannt, wiegt bis zu 250 kg, während ein Weibchen ein Gewicht von etwa 100 kg erreicht. Ihre Körperlänge beläuft sich auf ca. 1,20 bis 1,80 Meter und die durchschnittliche Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt 35 bis 45 Jahre. In Gefangenschaft hat bislang kein einziger Berggorilla überlebt.

Blick auf den „undurchdringlichen“ Bwindi Nationalpark © Mondberge/Andreas Klotz
Blick auf den „undurchdringlichen“ Bwindi Nationalpark © Mondberge/Andreas Klotz

Der Bwindi Nationalpark, in dem rund die Hälfte der verbleibenden Tiere leben, wurde 1994 zum Unesco-Welterbe erklärt. Er liegt im Südwesten Ugandas und zählt mit seinen nebelbedeckten Hängen zu den biologisch vielfältigsten Regenwäldern. Entstanden vor etwa 25.000 Jahren beherbergt er nahezu 400 Pflanzenarten und schätzungsweise 400 Berggorillas. Hinzu kommen weitere 120 Säugetierarten, u. a. Paviane, Schimpansen, Elefanten und Antilopen, sowie 350 Vogelarten.

Das Mondberge-Projekt setzt sich für den Erhalt und die Unterstützung dieses wirklich einzigartigen Lebensraumes und ihrer Bewohner ein. Nur durch langfristige Zusammenarbeit kann ein friedliches, faires Zusammenleben zwischen Menschen und Tieren ermöglicht und erhalten werden. Fortlaufende Aufklärung und Unterstützung bilden die Grundlage für einen dauerhaften Erfolg.

Lesen Sie mehr über die Arbeit von Mondberge und helfen auch Sie mit dem Kauf unserer Produkte, die Artenvielfalt der Welt zu erhalten. Die kompletten Erlöse aus den Verkäufen werden an ausgewählte Organisationen für konkrete Hilfsprojekte gespendet.

produkte_2016_2017_perspektive_montage