Delfine haben eine Persönlichkeit und dazu gehört, einen eigenen Namen zu haben. Durch eine individuelle Abfolge von Pfeiflauten, Forscher bezeichnen diese Abfolge als Signaturpfiff, gibt sich jeder Delfin selber einen Namen.

Dieses Verhalten ist Biologen bereits seit langem bekannt. Im Rahmen einer neuen Studie US-amerikanischer Forscher, die im Fachmagazin „Proceedings of the Royal Society B“ veröffentlicht wurde, untersuchten die Wissenschaftler nun, warum die Delfine ab und zu auch den Signaturpfiff anderer Artgenossen kopieren.

Dazu prüften die Wissenschaftler um Stephanie King in welchen Situationen die Tiere die Signaturpfiffe nachahmten. Sie haben Pfeiflaute und Verhaltensmuster miteinander verglichen und stellten fest, dass Pfiffkopien äußerst selten vorkamen. Wenn es jedoch dazu kam, dann handelte es sich immer um Delfine, die ein sehr enges Verhältnis zueinander hatten, wie beispielsweise Mütter und ihre Jungen.

Interessant war nach Aussage der Forscher zudem, dass die Delfine immer leichte Variationen in ihre Pfiffkopien einbauten. So nutzten sie z. B. eine etwas höhere oder niedrigere Frequenz oder sie bauten Teile ihres eigenen Signaturpfiffs mit ein, um damit Hinweise auf die eigene Identität zu geben. Dies zeigt für die Forscher, dass es sich bei der Kopie des Signaturpfiffs nicht um bloße Nachahmung handelt. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Delfine sich gegenseitig beim Namen rufen.

Proceedings of the Royal Society B, 2013: Vocal copying of individually distinctive signature whistles in bottlenose dolphins
doi: 10.1098/rspb.2013.0053