Da lachen ja die Affen

Eine aktuelle Studie bestätigt, dass Schimpansen ihr Lachen bewusst einsetzen, was bislang als maßgeblicher Bestandteil der menschlichen Kommunikation galt.

Schimpanse © Andreas Klotz
Schimpanse © Andreas Klotz

In der Online-Enzyklopädie Wikipedia wird Lachen wie folgt definiert: „Lachen ist ein angeborenes Ausdrucksverhalten des Menschen, das nicht nur, aber vor allem in der Gemeinschaft mit anderen seine Wirkung entfaltet.“ Für Aristoteles war es die Fähigkeit zu Lachen, die den Menschen vom Tier unterscheidet. Entweder er lag falsch oder die Schimpansen haben aufgeholt.

Die Neurowissenschaftlerin Marina Davila-Ross ergründet schon lange die Entwicklungsgeschichte des Lachens. Sie und ein Forschungsteam der britischen Universität Portsmouth sind nach einer 3-monatigen Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass die in einer Wildtierstation untersuchten Schimpansen (Pan troglodytes) ihr Lachen flexibel nutzen. Die eingesetzten Untersuchungsverfahren sind anerkannt und weit verbreitet. Sie werden seit langem zur Analyse menschlicher Gesichtsausdrücke verwendet.

Die Tiere lachten beim Spielen sowie als Reaktion auf das Lachen der Artgenossen. Es ist somit davon auszugehen, dass Schimpansen ihre Mimik gezielt als soziale Kommunikation einsetzen.

Wir stoßen also auf immer mehr Gemeinsamkeiten mit den haarigen Verwandten. Schon seit Walt Disneys „Die lustige Welt der Tiere“ aus dem Jahr 1974 wissen wir, dass uns die Freude am Alkoholgenuss verbindet. Laut US-Wissenschaftlern besitzen Schimpansen sogar die zur Zubereitung einer warmen Mahlzeit notwendigen Begabungen wie Geduld, Selbstbeherrschung und Motivation. Vielleicht werden wir ja demnächst zum Essen eingeladen und lachen dann gemeinsam.
Der entsprechende Forschungsbericht wurde im Fachmagazin PLOS ONE veröffentlicht.

Einen ausführlichen Artikel zum Thema finden Sie unter
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article142287547/Lachen-oder-Nichtlachen-das-ist-hier-die-Frage.html