Bonobos sind stark vom Aussterben bedroht und stehen (mit weniger als 50.000 Individuen) als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Zudem sind sie im Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES im Anhang I gelistet und somit vom kommerziellen internationalen Handel ausgeschlossen. Dennoch werden sie gejagt und ihre Bestände sinken weiter.

Menschenaffen - Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Hof
Symbolbild: Menschenaffen – Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Hof

Die größten Bedrohungen für Bonobos sind die Zerstörung ihrer Lebensräume und vor allem Wilderei. Als Jagdbeute sind Bonobos besonders beliebt, da sie in großen Gemeinschaften leben, laut sind, auffallen und daher leicht zu jagen sind.

Der natürliche Lebensraum von Bonobos befindet sich ausschließlich in den Wäldern der Demokratischen Republik Kongo. Allerdings sind sie außerhalb der Schutzgebiete aufgrund von Wilderei kaum noch zu finden. Dies hat zu Folge, dass Wilderer nun zunehmend in den Salonga-Nationalpark, einen 36.000 Quadratkilometer großen Regenwald-Nationalpark eindringen, einem Schutzgebiet für Bonobos. Aufgrund seiner Größe ist der Salonga-Nationalpark schwer zu überwachen, was es Wilderer-Banden erleichtert, ungestört auf die Jagd zu gehen. Ihre Beute: Bonobo-Fleisch und Jungtiere, die als lebendes Spielzeug verkauft werden.

Um dieser steigenden Bedrohung für Bonobos entgegenzutreten sollen weitere Informationen darüber zusammengetragen werden, wo sich die Tiere im Schutzgebiet aufhalten und welche Wege Wilderer wählen, um die Tiere aufzuspüren. Zudem sollen Wildhüter-Patrouillen besser ausgerüstet und gezielter eingesetzt werden. Mit diesen Maßnahmen möchte der WWF die Parkverwaltung des Salonga-Nationalparks unterstützen.

Weitere Informationen: WWF: Holen Sie die Bonobos aus der Schusslinie!