Menschenaffen - Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Hof
Symbolbild: Menschenaffen – Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Hof

In der Tierwelt dominieren in der Regel ausgewachsene Männchen die Gruppe, da sie meist größer und stärker sind. Eine Ausnahme bilden die Bonobos. Dort haben auch einige Weibchen eine besonders hohe Stellung im Dominanzgefüge, die sie durch Nutzung ihrer Attraktivität erreichen.

Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben dieses Phänomen im Rahmen einer Studie untersucht. Sie stellten bei einer wildlebenden Bonobo-Gruppe nahe des Salonga Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo anhand einer Analyse des Ausgangs von Streitereien fest, dass es eine geschlechtsunabhängige Hierarchie in der Gruppe gibt, in der einige Weibchen die höchsten Ränge einnehmen.

Die Wissenschaftler wiesen nach, dass neben dem Willen der Weibchen ihrem Nachwuchs zu helfen insbesondere die weibliche Attraktivität eine zentrale Rolle beim Ausgang von Konflikten spielt. Weibchen, die für Männchen besonders attraktiv waren, gewannen häufig bei Streitigkeiten. In diesen Fällen waren die Männchen auch von sich aus weniger aggressiv gegenüber den Weibchen.

Bei Bonobos führen nach den Ergebnissen dieser Studie also sowohl weibliche Attraktivität, als auch männliche Paarungsstrategien zu einer Veränderung der Dominanzverhältnisse zwischen den Geschlechtern.

Weitere Informationen zur Studie: Max-Planck-Gesellschaft: Schön und erfolgreich