Berggorillas Rushegura Fressend © A. Klotz

Im Virunga-Nationalpark im Osten Kongos haben Wilderei und Rodung großer Waldgebiete nach der weitgehenden Befriedung der Region stark zugenommen. Ressourcen zur Bekämpfung dieser Taten sind begrenzt, daher gilt es, ungewöhnliche Ansätze zu verfolgen.

Seit 2011 bilden die Schweizer Tierärztin Marlene Zähner und drei deutsche Polizeibeamte ehrenamtlich fünf Hunde der Rasse „Bloodhound“ und deren kongolesische Führer in der Kunst der Fährtensuche aus. Die Bluthunde gelten als die unbestrittenen Schnüffelweltmeister. Sie sind in der Lage, selbst eine mehrere Tage alte Spur aufzunehmen und zu verfolgen und werden für die Jagd auf Wilderer eingesetzt – mit Erfolg, wie ein aktuelles Beispiel zeigt. Ranger des Virunga-Parks entdeckten vor einigen Wochen einen Elefanten, dem für seine Stoßzähne der ganze Kopf abgehackt worden war. Nachdem die Bluthunde mit einem Hubschrauber zum Tatort gebracht worden waren, konnten sie die Spur der Wilderer aufnehmen und diese dann mehr als sieben km entfernt aufspüren. Leider gelang es den Wilderern nach einer Schießerei zu entkommen. Sie mussten jedoch ihre Waffen zurücklassen. Zudem ist das Aufspüren der Wilderer ein wichtiges Signal, dass es nun schwieriger ist den Rangern zu entkommen. Das Risiko für Wilderer steigt.

Allerdings ist die Bekämpfung der Wilderei nur ein Aspekt zum Schutz des Parks. Wie in allen Gebieten ist es auch im Kongo zentral, dass die einheimische Bevölkerung Nutzen aus dem Erhalt der Natur und ihrer tierischen Bewohner ziehen kann. Nur dann wird langfristig der Schutz der Arten erfolgreich sein können.

Weitere Details zum Bluthund-Projekt und der Entwicklung im Kongo im Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Die Supernasen