Berggorilla © mondberge.com
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Die Auswertung der Berggorilla-Zählung 2011 im Bwindi Impenetrable National Park zeigt eine sehr erfreuliche Entwicklung. Während bei der Zählung 2006 noch 302 Berggorillas gezählt wurden, bestätigen die aktuellen Zahlen eine Population von mindestens 400 Berggorillas. Damit steigt die Anzahl der weltweit lebenden Berggorillas (Gorilla beringei beringei) auf 880.

Diese offiziellen Zahlen wurden am 13. November 2012 durch die Ugandische Ministerin für Tourism, Wildlife, and Antiquities, Hon. Maria Mutagambo zusammen mit Vertretern der Uganda Wildlife Authority bekanntgegeben.
Andreas Klotz, Initiator des Mondberge-Projektes war direkt in Uganda vor Ort. Martha Robbins vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie informierte ihn direkt in Ruhija zu den Ergebnissen der Berggorilla-Zählung.

Dieser Anstieg ist sowohl auf verbesserte Zähl-Techniken als auch auf einen Zuwachs der Population zurückzuführen.
Die Zählung 2011 wurde in zwei Stufen durchgeführt. Mehrere Teams durchstreiften nicht nur einmal sondern zweimal den Bwindi Forest auf der Suche nach Berggorillas, ihren Nestern und ihren Ausscheidungen. Sie dokumentierten alles und sammelten Kotproben für genetische Analysen. Das erste kleine Team war vom 28. Februar bis 2. September 2011 unterwegs. Dann, in einer zweiten Stufe, durchstreiften mehrere Teams vom 10. September bis 3. November 2011 das Gelände. Die genetische Analyse ermöglichte es dann den Wissenschaftlern zu bestimmen, wie viele einzelne Gruppen und Individuen im Bwindi National Park leben.

Berggorillas leben in sozialen Gruppen. Die Zählung zeigt, dass die 400 Berggorillas im Bwindi National Park 36 Gruppen bilden und 16 männliche Berggorillas alleine umherstreifen. Zehn dieser Gruppen mit 168 Berggorillas sind habituiert und wurden mit in den Zensus einbezogen.

Berggorilla © mondberge.com

Der Zensus im Bwindi National Park beweist den positiven Trend in der Entwicklung der weltweiten Berggorilla-Population. Insgesamt gibt es demnach weltweit mindestens 880 Berggorillas, 400 durch den Zensus 2011 bestätigte Individuen im Bwindi National Park und 480 Berggorillas im Virunga National Park, bestätigt durch den Zensus 2010.

Damit entwickelt sich die Population der Berggorillas anders als die der anderen Menschenaffenarten und dies trotz der kontinuierlichen Bedrohung ihres Lebensraumes. Grund dafür sind nach Aussage von Dr. Augustin Basabose, Interim Direktor des International Gorilla Conservation Programme (IGCP) die enge Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern mit Berggorilla-Populationen, sowie die gemeinsamen Anstrengungen der Park-Mitarbeiter, der umliegenden Gemeinden, lokaler Regierungen und Nicht-Regierungsorganisationen.

Details zum Zensus in der Pressemeldung des International Gorilla Conservation Programme (IGCP) Bwindi Census IGCP-Press Release
und unter IGCP.org

Auch die Berggorilla und Regenwald Direkthilfe e.V. berichtet: www.berggorilla.org

In Uganda wird in regionalen Zeitungen über die erfreulichen Zahlen berichtet. Andreas Klotz hat den Beitrag „Numbers of Gorillas up“ aus „New Vision – Uganda’s Leading Daily“ (Ausgabe 14.11.2012) direkt aus Uganda mitgebracht.

Der Berggorilla-Zensus im Bwindi-National Park 2011 wurde durchgeführt von der Uganda Wildlife Authority mit Unterstützung des Institut Congolais pour la Conservation de la Nature und dem Ruanda Development Board. Ebenfalls unterstützt haben die Zählung das International Gorilla Conservation Programme (eine Koalition der African Wildlife Foundation, Fauna & Flora International und WWF), das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Conservation Through Public Health, das Mountain Gorilla Veterinary Projekt, das Institut Tropical Forest Conservation und der Dian Fossey Gorilla Fund International.
Gefördert wurde die Berggorilla-Zählung durch WWF-Schweden mit zusätzlichen Unterstützung des Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V., der Wildlife Conservation Society und des Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie.