Drei junge Amur-Tiger wurden Ende Mai im Osten Russlands in einer Region ausgewildert, wo keine Amur-Tiger mehr gesichtet worden waren. Die Mitarbeiter des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds), die diese Auswilderung mit verschiedenen russischen Organisationen und Institutionen durchgeführt haben, sind guter Dinge, dass die beiden männlichen Jungtiger und das Weibchen auch aufgrund der erfolgreichen Vorbereitung eine sehr gute Chance haben werden, in der Wildnis zu überleben.

Bereits vor etwas einem Jahr war es gelungen, eine verwaiste Sibirische Tigerin in die geschützte Wildnis zu entlassen. Bislang ist das Tier mehrfach gesichtet worden und scheint erfolgreich überleben zu können. Derzeit ist die Tigerin noch zu jung, um sich fortzupflanzen, aber die Tierschützer haben Hinweise entdeckt, die darauf schließen lassen, dass ein alleinstehendes Tigermännchen in der Nähe lebt und es bereits Kontakt zwischen den beiden Tieren gab. Somit wäre auch eine Fortpflanzung denkbar.

Amur-Tiger sind sehr selten und stark vom Aussterben bedroht. In Russland gibt es heute nur noch ca. 360 Tiger. Bedrohungen für die Tiere sind im Wesentlichen Wilderei, Verkleinerung des Lebensraums durch Abholzung und Waldbrände oder auch der Rückgang ihrer Beutetiere.

Weitere Informationen zur Auswilderung der Amur-Tiger beim Internationalen Tierschutzfonds:
Auswilderung bedrohter Amurtiger in Russland
Ein Jahr nach der Freilassung in die Wildnis: Gibt es ein Happy End für Tigerin Cinderella?