Die Verschmutzung der Meere durch Plastikabfälle nimmt stetig zu. Aufgrund der Meeresströmungen wird Kunststoffmüll in großen Arealen zusammengetrieben, sogenannten Meeresdriftströmungswirbeln. So sammeln sich beispielsweise östlich und westlich von Hawaii im sogenannten Great Pacific Garbage Patch Abfälle auf einer Fläche, die der vierfachen Größe Deutschlands entspricht.

Meeresschildkroete © Hettich
Meeresschildkroete - Mondberge Artenschutzkalender 2013 © Hettich (Symbolbild)

Auch für die Tierwelt werden die Müllberge im Meer sowie deren Zersetzungsprodukte zu einer immer größeren Bedrohung. Die Regionen, wo der Müll sich aufgrund von Meeresströmungen sammelt, sind häufig reich an Nahrung, dort finden sich dann u. a. auch viele Delfine, Wale, Seehunde und Meeresschildkröten ein. Kleinere Tiere bleiben oftmals im Müll hängen und sterben. Hinzukommt, dass Tiere den Müll mit der Nahrung aufnehmen oder diesen sogar fälschlicherweise als Nahrung ansehen. Somit reichern sich Plastikpartikel sowie an diese gebundene Chemikalien in der Nahrungskette an. Und da viele Fische letztendlich auf unseren Tellern landen, gelangt der Plastikabfall auch in die menschliche Nahrungskette.

Um diesen Müllbergen und den Gefahren für Tiere und Menschen entgegenzuwirken arbeiten Forscher unter der Leitung des 19-jährigen Niederländers Boyan Slat an einem Konzept zur Umsetzung einer Müllsammelstelle in Ozeanen. Im Rahmen einer Machbarkeitstudie wird erforscht, inwieweit mittels verschiedener Siebe und Verarbeitungsplattformen Plastikabfälle aus den Ozeanen recycelt werden können.

Weitere Informationen zur Studie auf der Webseite: The Ocean Cleanup

YouTube: How the oceans can clean themselves: Boyan Slat at TEDxDelft