Die Population der Großen Pandas in China erholt sich

Noch in den 80er Jahren fiel die Zahl der frei lebenden Pandas auf nur 1.118 Tiere. Nun scheint der Riesenpanda den Überlebenskampf zu gewinnen. Seine Rolle als Wappentier des WWF und Nationalsymbol Chinas waren für die Rettung der schwarz-weißen Zeitgenossen sicherlich von entscheidender Bedeutung. Weltweites Interesse und das beherzte Eingreifen von Natur- und Artenschützern ließen den Bestand in Zentral- und Südwestchina bis Ende 2013 auf 1.864 Exemplare ansteigen. Darüber hinaus leben 375 Pandas in Zoos oder Schutzgehegen.

Qi Dunwu, Experte des Panda-Forschungszentrums in Sichuan, bezeichnete die Entwicklung zwar als Durchbruch, gab jedoch noch keine Entwarnung: Trotz Industrialisierung und Wirtschaftswachstum hat sich der Lebensraum der Großen Pandas im Vergleich zu 2003 um 11,8 % ausgedehnt. Dennoch haben die Tiere in freier Wildbahn mit verhängnisvollen Problemen zu kämpfen. Durch den Bau von Straßen, (Bahn-)Trassen, Kanälen, Pipelines und Kraftwerken werden die Territorien zerteilt und die Tiere von ihren Artgenossen abgeschnitten. Dies erschwert die Partnersuche der ohnehin als ‚sexfaul‘ geltenden Pandas und lässt den Genpool mehr und mehr verkümmern. Als mögliche Lösung errichten Chinas Forstämter nun Schutzzonen, die durch Korridore verbunden werden. Gut die Hälfte der Tiere leben bislang aber außerhalb dieser Bereiche.

Ein weiterer Lichtblick für den Großen Panda bietet die erneute Ausbreitung der Bambuswälder. In den von Pandas bewohnten Regionen ist ihr Hauptnahrungsmittel in Form von 38 Bambussorten verschiedenen Berichten zufolge heute wieder reichlich vorhanden.

Weitere Informationen finden Sie unter anderem hier:

Bericht National Geographic

Bericht Die Welt