Die UN hat 2011 zum Jahr des Waldes erklärt, um somit verstärkt auf den stetigen Schwund der Regenwälder aufmerksam zu machen. Laut UN gehen pro Jahr 13 Millionen Hektar Wald verloren. Schutz der Regenwälder bedeutet hierbei die Betrachtung des gesamten Ökosystems. Nur dann kann ein Fortbestehen der Regenwälder gesichert werden.

Auf domradio.de schildert Marc Engelhardt in einem Artikel die schwierige Situation beim Schutz der Regenwälder anhand des Beispiels der Region Dzanga-Sangha.

Das Schutzgebiet Dzanga-Sangha gehört zu den letzten ökologisch intakten Primärregenwäldern der Welt und dort gibt es ein Projekt der Naturschutzstiftung WWF. Zwei Gruppen Flachlandgorillas wurden an die Menschen gewöhnt, um einerseits Verhaltensforschern die Möglichkeit zu geben, das Leben der Gorillas besser zu erforschen und somit deren Überleben zu sichern. Andererseits können diese habituierten Gorilla-Gruppen auch von Touristen besucht werden. Und deren Geld wird dringend gebraucht. Denn der Wald wird nur überleben, wenn er den Bewohnern etwas wert ist.

Laut Mitarbeitern des WWF ist die größte Bedrohung für den Park die Jagd, da nicht mehr der Eigenverbrauch sondern kommerzielle Zwecke im Vordergrund stehen. Da es außer dem spärlichen Tourismus in der Region nur sehr wenige andere legale Einnahmequellen gibt und der zentralafrikanische Staat häufig die Gehälter der Beschäftigen monatelang nicht bezahlen kann, blühen illegale Geschäfte auf Kosten des Regenwaldes.

Ohne Förderung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und die Kooperation mit der WWF wäre Dzanga-Sangha längst untergegangen, so Engelhardt. Naturschützer setzen im Kongobecken auf internationale Zusammenarbeit und suchen nach Mitteln und Wegen, wie die Bevölkerung mehr vom Regenwald profitieren kann. Hierbei gilt es jedoch trotz einer möglichen Öffnung bisher unberührter Teile des Regenwaldes für eine selektive Abholzung und eine nachhaltige Bewirtschaftung nicht die Schleusen für eine neue Zerstörung zu öffnen.

Weitere Informationen erhalten Sie im Artikel auf domradio.de.