Anlässlich des Muttertages möchten wir zusammen mit der Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V. die beeindruckende und aufopferungsvolle Leistung der Mütter im Tierreich würdigen.

Cheetah-(c)K.-H.WollertUnermüdlich und fürsorglich sind beispielsweise Gepardenmütter. Doch nicht immer ist die Aufzucht der Jungtiere gefahrlos möglich.

Als alleinerziehende Mutter kümmert sich das Gepardenweibchen unermüdlich um ihren Nachwuchs. Etwa 18 Monate lang versorgt sie ihre Jungen mit Nahrung und beschützt sie vor Feinden. Und natürlich übernimmt sie auch die Erziehung ihrer Kleinen und bringt ihnen alles notwendige für ein selbständiges Leben bei. Ihre Jungen müssen das Jagen lernen, sie müssen sich verstecken und anschleichen können. Aber natürlich gehört auch das Kuscheln, die ausgiebige Fellpflege und ausgelassenes Spielen zu einer solchen Gepardenfamilie. Und das tiefe, durchdringende Schnurren der Junggeparde ist sicher ein schönes Danke an ihre Mutter.

Als wäre die Aufgabe als alleinerziehende Mutter noch nicht genug, stehen die Gepardenmütter vor gefahrvollen Problemen. Denn der größte Teil der Geparde in Namibia lebt außerhalb der schützenden Nationalparkgrenzen. Sie leben auf Farmland, das zur Viehhaltung genutzt wird. Dort gibt es für sie Wildtiere im Überfluss, aber die Farmer sehen in ihnen eine Bedrohung für ihre Viehherden. Also jagen sie die Geparde, stellen ihnen Fallen auf und töten sie.  Immer wieder werden auch Gepardenmütter Opfer der Fallen, doch ohne ihre Mütter sind die Gepardenjunge hilflos und haben in freier Wildbahn keine Überlebenschance.

Die Gepardenmütter verdienen nicht nur Anerkennung, sondern brauchen auch Unterstützung bei ihrer wichtigen Aufgabe. Aus diesem Grund setzen sich verschiedene Tierschutzorganisationen, wie z.B. die AGA in Namibia für die Lösung des bestehenden Mensch-Wildtierkonfliktes ein indem sie den Einheimischen Geparden-freundliche Methoden in der Viehhaltung nahe bringen.

Weitere Informationen:
Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V.