Hundskopfboa - Bildband Mittel- und Südamerika © Martin Ruhnke
Hundskopfboa © Martin Ruhnke (Symbolbild)

In China hat vor wenigen Tagen das Jahr der Schlange begonnen. Doch tatsächlich sind Schlangen zunehmend bedroht. Allein in Asien werden pro Jahr ca. zehn Millionen Schlangen aus ihrer natürlichen Umgebung gerissen. Schlangen werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt, zu Handtaschen verarbeitet, enden als Futter in Krokodilfarmen oder als Heimtiere, wie die Artenschutzorganisation Pro Wildlife erklärt.

Das Schlangen in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt werden, ist bereits seit vielen Jahrhunderten der Fall. Aufgrund der steigenden Kaufkraft der Chinesen ist der Bedarf in den letzten Jahren jedoch enorm gestiegen. Dies führt zu einem weiteren deutlichen Rückgang der Schlangenbestände – trotz der ca. 1,5 Millionen lebenden Schlangen, die China jährlich importiert.

Zudem werden pro Jahr hunderttausende Schlangen wie Pythons, Kletternattern und Wasserschlangen getötet, um die Haut für Modeprodukte zu verwenden. Dabei sterben die Tiere oftmals sehr langsam und qualvoll.

Problematisch in allen Fällen ist, dass es für viele Schlangenarten keine Reglementierungen für den Handel gibt oder sie artgeschützt sind. Auch Massenentnahmen wie in Kambodscha sind gesetzlich nicht verboten. Laut Pro Wildlife werden aus dem kambodschanischen Feuchtgebiet am Tonle Sap-See jährlich ca. 6,9 Millionen Wasserschlangen gefangen, wovon ca. 50 Prozent an Krokodile in Farmen verfüttert werden.

Weitere Informationen: Pro Wildlife: Jahr der Schlange: Artenschützer schlagen Alarm