Eine neue Studie, die kürzlich in Herpetological Conservation and Biology veröffentlicht wurde, zeigt, dass südostasiatische Warane, die zu den größten lebenden Echsen zählen, in zunehmendem Ausmaß bedroht sind. Sie werden trotz bestehender Gesetze oftmals illegal für den Haustierbedarf sowie wegen ihrer Häute gejagt.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Waranarten, die alle unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen. Allerdings ist eine Kontrolle, ob bestehende Handelsbeschränkungen eingehalten werden, schwierig, da die Artenkenntnis von Mitarbeitern der involvierten Behörden zumeist nicht ausreicht, um unterscheiden zu können, um welches Exemplar es sich handelt und welche Vorschriften und Beschränkungen gelten. Um die Umsetzung bestehender Regularien zu verbessern, haben Mitarbeiter der Studie „… einen ausführlichen Bestimmungsschlüssel für alle Waranarten der behandelten Region erstellt und sie zusätzlich mit vielen Fotos abgebildet.“ Dies erklärt Co-Autorin der Studie Dr. Evy Arida vom indonesischen National-Museum für Naturkunde bei Jakarta.

Dies allein reiche jedoch nicht aus. Die Autoren der Studie fordern eine überarbeitete Festsetzung der Exportquoten einiger Arten sowie die Schaffung von Quoten für Arten, für die bisher keine Fang und Exportquoten festgelegt wurden. Nur so könne sichergestellt werden, dass auch Waranarten, die wegen ihrer Häute oder für den Handel begehrt sind, dauerhaft überleben.

Weitere Informationen:
Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig: Moderne Drachen in Gefahr – Rücksichtslose Ausbeutung asiatischer Riesenechsen aufgedeckt!
Die Studie der Wissenschaftler um Dr. André Koch vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig ist nachzulesen in Herpetological Conservation and Biology 8.