Meeresschildkroete © Hettich
Meeresschildkroete - Mondberge Artenschutzkalender 2013 © Hettich

Noch bis zum 14. März 2013 beraten 178 Staaten des CITES Artenschutzabkommens in Bangkok über verbesserte Schutzmaßnahmen für eine Vielzahl vom Aussterben bedrohter Arten wie beispielsweise Haie, Eisbären oder auch Schildkröten. Es liegen mehr als 70 Anträge vor. So sollen auch 45 gefährdete Schildkrötenarten, hauptsächlich aus Asien, in eine höhere Schutzkategorie eingestuft werden.

Laut Experten der Weltnaturschutzunion IUCN ist inzwischen jede zweite der ca. 320 Schildkrötenarten gefährdet. Schildkröten dienen als Fleisch- und Eierlieferanten. Zudem werden sie als Heilmittel in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt. Dies alles hat zu einer verstärkten Gefährdung beigetragen.

Bei Schildkröten boomt der Handel. So werden für besonders seltene Arten bereits Preise von bis zu 20.000 Euro pro Schildkröte bezahlt.
Welche Ausmaße dieser Handel angenommen hat lässt sich an der Aussage des Wissenschaftlers Markus Auer erkennen, der im Artikel Da hilft kein Panzer mehr von Hans Schuh auf Zeit online angibt: „Wenn wir als Forscher einen Überblick bekommen wollen, welche Arten in welchen Regionen noch vorkommen, dann gehen wir nicht mehr in die Wildnis […] Den besten Überblick bieten die lokalen Märkte.“

Experten hoffen nun, dass der Antrag auf Einordnung der 45 Schildkrötenarten in eine höhere Schutzkategorie erfolgreich sein wird.

Weitere Informationen auf Zeit online: Da hilft kein Panzer mehr