Artenschutz-Report 2015

Deutschlands Tierreich schrumpft bedenklich

Feldhamster_Mondberge-Artenschutzkalender 2015 © Kanzler
Feldhamster_Mondberge-Artenschutzkalender 2015 © Kanzler
Igel - Mondberge Artenschutzkalender 2014 © Puetzler
Igel – Mondberge Artenschutzkalender 2014 © Puetzler
Wolf_Mondberge-Artenschutzkalender 2014 © Bollmann
Wolf_Mondberge-Artenschutzkalender 2014 © Bollmann
Feldhase - Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Kanzler
Feldhase – Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Kanzler

Heute veröffentlicht das Bundesamt für Naturschutz (BfN) den Artenschutz-Report 2015. In diesem Bericht wird anhand geprüfter Daten aus verschiedenen Quellen dargelegt, wie sich Deutschlands Artenvielfalt zusammensetzt und wie sie sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Wie so oft gibt es gute und schlechte Neuigkeiten:

Alarmierend ist sicherlich die Nachricht, dass ein Drittel der bei uns heimischen Arten (48.000 Tier- und 24.000 Pflanzen- und Pilzarten) bereits ausgestorben oder stark bedroht sind. Zwar hatte sich Deutschland einst vorgenommen, den Rückgang der Tier- und Pflanzenarten bis 2020 zu begrenzen, ja diese sogar wieder aufzubauen, aber entsprechende umfängliche Erfolge blieben unterm Strich offenbar aus.

Geschuldet ist dies maßgeblich der geringen Zahl an Schutzgebieten, wie naturnahe Wälder, Flussauen, Biotope und von Menschen ungenutzte Meeresgebiete. Laut BfN-Report sind die wirtschaftliche Nutzung der Natur sowie der Klimawandel ausschlaggebend für den ins Stocken geratenen Artenschutz. Zudem erhalten Umweltschützer keine oder klar zu wenig Unterstützung – in finanzieller, praktischer und ideeller Hinsicht.

Steinkauz © Bernd Liedke
Steinkauz_Mondberge-Artenschutzkalender 2012 © Liedke
Bildband Nordische Momente: Seeadler mit Möwe © Winfried Wisniewski (Symbolbild)
Seeadler mit Möwe_Bildband Nordische Momente © Wisniewski
Honigbiene im Anflug, © Bernhard Diehl
Honigbiene_Mondberge Artenschutzkalender 2014 © Diehl
Schwalbenschwanz © Markus Gebel
Schwalbenschwanz © Gebel

Doch die Bevölkerung ergreift scheinbar Partei: bis zu 95 % unterstützten den Artenschutz und möchten weiterhin Gelegenheit haben, die gesunde Natur zu genießen. Einige Schutzprojekte tragen tatsächlich herrliche Früchte: Seeadler, Fischotter, Wölfe, Wildkatzen, Biber, Kegelrobben, Braunkehlchen und Kornblumen haben die Chance auf ein neues Zuhause bekommen. Und hierfür gilt es nun, Verantwortung zu übernehmen und dauerhaft Schutz zu bieten.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:

https://www.bfn.de/0401_pm.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=5456&cHash=35ad8bbc57216c6fcea896650205868f
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2015-05/bundesamt-fuer-naturschutz-bfn-artenvielfalt-rote-liste
http://www.wdr2.de/nachrichten/wdrzweinamo129170.html
http://www.taz.de/!160192/