Auch in Deutschland gibt es Tier- und Pflanzenarten, deren überleben stark gefährdet ist und um deren Schutz sich Behörden, Umweltverbände und Interessengemeinschaften bemühen.

Auf Behördenseite nimmt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) die wissenschaftliche Behörde des Bundes wichtige Aufgaben beim Vollzug des Artenschutzes wahr. Ein wichtiger Gradmesser für den Gefährdungsstatus sind die „Roten Listen“, Verzeichnisse ausgestorbener, verschollener und gefährdeter Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, Pflanzengesellschaften sowie Biotoptypen und Biotopkomplexe. Es handelt sich dabei um wissenschaftliche Fachgutachten, in denen der Gefährdungsstatus für einen bestimmten Bezugsraum dargestellt ist. Sie bewerten die Gefährdung anhand der Bestandsgröße und der Bestandsentwicklung. Eine Übersicht über die bestehenden Roten Listen erhalten Sie auf der Seite des BfN: http://www.bfn.de/0322_rote_liste.html.

Bei den Tierarten geht man beim BUND davon aus, dass in Deutschland über 7.000 Tierarten als gefährdet gelten oder sogar vom Aussterben bedroht sind. Die Gründe für das Artensterben sind vielschichtig, seit dem 17. Jahrhundert jedoch wird der Rückgang der biologischen Vielfalt laut Weltnaturschutzorganisation IUCN maßgeblich durch menschliches Handeln verursacht.
Laut WWF kann demnach nur der Mensch, als Verursacher der Biodiversitätskrise, diese auch beenden. Ein wichtiger Weg zur Bewahrung der Artenvielfalt ist der Erhalt und der Schutz der Lebensräume. Hinzukommen muss eine Akzeptanz in der Bevölkerung.
Ein aktuelles Beispiel aus Deutschland für die Rückkehr einer fast ausgestorbenen Art, stellen die Wölfe dar. Der Artikel „Ganz Deutschland wird wieder Wolfsland“ auf welt online zeigt die Problematik auf, die mit der prognostizierten Verbreitung von Wolfsrudeln in Deutschland einhergeht, da der Wolf vielfach als Bedrohung für Menschen und Nutztiere gesehen wird.

Schöne Erfolgsgeschichten, die zeigen, dass es möglich ist, dem Artensterben Einhalt zu gebieten, werden aus Bayern gemeldet. BR-online berichtet in dem Artikel „Wildtiere in Bayern – Ausgerottet und zurückgekehrt“ über erfolgreiche Artenschutzprojekte und Maßnahmen, um Lebensräume zu erhalten oder wieder herzustellen. So sind beispielsweise Biber, Wildlachse, Luchse und Seeadler nach Bayern zurückgekehrt.

Kennen auch Sie weitere Artenschutzprojekte aus Deutschland, die eine Berichterstattung verdienen? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.