Viele Menschen reisen in ferne Länder und kehren zurück mit dem einen oder anderen Souvenir. Doch es ist Vorsicht geboten: Nicht alles, was im Urlaubsland zum Verkauf angeboten wird, oder was man am Strand aufsammelt, darf mitgenommen werden.

Vielen Touristen ist nicht bewusst, wie sehr sie mit dem Kauf bestimmter Mitbringsel der einzigartigen Natur ihres Urlaubslandes Schaden zufügen. Das gilt für den extravaganten Schlangenledergürtel ebenso wie für die am Strand gefundene Muschel. So hat sich die Möglichkeit, in alle Winkel der Erde zu reisen, für die Artenvielfalt zur Bedrohung entwickelt. Und auch die Konsequenzen, die einen ahnungslosen Touristen bei der Rückreise erwarten, können unangenehm sein. Verbotene Souvenirs werden grundsätzlich beschlagnahmt. Zudem muss mit einem Bußgeld gerechnet werden, wobei der Betrag je nach Produkt auch drei- bis vierstellig ausfallen kann. Unter Umständen werden Artenschutzverstöße als Straftat geahndet, was noch deutlich härtere Konsequenzen hat.

Um die Natur vor weiterem Schaden und die Touristen vor unliebsamen Überraschungen zu bewahren, haben die Bundeszollverwaltung und das Bundesamt für Naturschutz mit „Artenschutz im Urlaub“ eine Informationsmöglichkeit geschaffen, mit der man bereits vor der Reise feststellen kann, welche geschützten Tiere und Pflanzen sowie Erzeugnisse daraus in den verschiedenen Urlaubsländern zum Kauf angeboten werden könnten.

„Artenschutz im Urlaub“ zeigt auf, welche geschützten Arten in einem speziellen Urlaubsland oder in bestimmten Erdregionen vorkommen. Ein Tier oder eine Pflanze wird lebend und in allen Verarbeitungsvarianten anschaulich dargestellt und so kann jeder erkennen, ob das Erzeugnis, das angeboten wird dem Artenschutz unterliegt oder unbedenklich ist.

Ein Blick in diese Liste schützt vor einer unliebsamen Überraschung bei der Heimreise und hilft so, die Natur des Landes zu schützen.