Elefanten in Uganda, Queen Elizabeth National Park © Andreas Klotz
Elefanten in Uganda, Queen Elizabeth National Park © Andreas Klotz

Derzeit wird auf der 16. CITES Artenschutzkonferenz in Bangkok beraten, wie man die zahlreichen, vom Aussterben bedrohten Arten besser schützen kann. Ganz oben auf der Agenda steht dabei u. a. der Schutz afrikanischer Elefanten, denn die Wilderei von Elefanten ist außer Kontrolle geraten. Alleine im letzten Jahr wurden in Afrika ca. 30.000 Tiere gewildert.

So hat die thailändische Ministerpräsidentin gleich zu Beginn der Konferenz angekündigt, sich für die Durchsetzung eines Handelsverbotes für Elfenbein in Thailand einzusetzen. Der thailändische Elfenbeinmarkt ist bislang einer der größten Schwarzmärkte auf der Welt und dient als Schlupfloch für den verbotenen Handel von afrikanischem Elfenbein.

Einerseits sind die Elefanten also stark bedroht, andererseits sind sie für viele Bauern in Uganda, insbesondere für die Menschen um den Kibale-Nationalpark zu einer Plage geworden. In Uganda haben sich die Dickhäuter stark vermehrt, was jedoch nicht nur auf bessere Schutzmaßnahmen zurückzuführen ist. Hinzukommt, dass vermutlich viele Elefanten aus dem benachbarten Kongo stammen und sich aufgrund der Unruhen dort in das ruhigere Uganda gerettet haben. Diese Zunahme an Elefanten führt dazu, dass die Bauern in Uganda um ihre Ernte bangen müssen. Immer häufiger werden die Felder durch Elefanten zerstört.

Zum Schutz der Felder empfehlen Umweltschutzexperten den Bauern Krach zu machen und laut zu schreien. Dies würde die Elefanten vertreiben. Zudem rufen die Experten der Uganda Wildlife Authority UWA die Betroffenen auf, Parkranger zu informieren, wenn sie Elefanten auf den Feldern sehen. Aufgrund der Vielzahl der Felder, die inzwischen bereits durch die Elefanten zerstört wurden, ergreifen viele Bauern nun jedoch zur Sicherung ihres Lebensunterhalts auch andere Maßnahmen. So wurden Elefanten vermutlich bereits mit Speeren vertrieben und verletzt.

Damit diese Gewalt gegen die Dickhäuter nicht weiter zunimmt, werden nun Maßnahmen ergriffen, die den Schutz der Felder gewährleisten sollen. Jede Familie, die sich daran beteiligt, wird durch die Regierung zusätzlich mit einer Geldsumme unterstützt.

Dies zeigt, dass Artenschutz nur dann erfolgreich funktionieren kann, wenn die einheimische Bevölkerung eingebunden und deren wirtschaftliche Existenz gesichert ist.

Weitere Informationen auf Welt.de: Elefanten-Population wird in Uganda zur Plage