Alarmierender Rückgang der Gorillabestände

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat nun auch den Berggorilla sowie den Grauer Gorilla (früher östlicher Flachlandgorilla) in die höchste Gefährdungsstufe der Roten Liste aufgenommen. Die Gesamtzahl der Grauer Gorillas – die ausschließlich im Osten der Demokratischen Republik Kongo leben – verringerte sich seit 1994 von etwa 16.900 auf nur noch ca. 3.800 im vergangenen Jahr.

Berggorilla-Silberrücken in Uganda © Andreas Klotz
Berggorilla-Silberrücken in Uganda © Andreas Klotz

Wie die IUCN beim Weltnaturschutzkongress auf Hawaii bekannt gab, stehen vier der sechs großen Menschenaffen kurz vor der Ausrottung, unter ihnen auch der Sumatra- sowie der Borneo-Orang-Utan. Sie und insbesondere auch der sehr selten gewordene Berggorilla bedürfen vehementer Schutzmaßnahmen. Denn obgleich die letzten seiner Art in Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo teilweise wie Staatsschätze bewacht werden, fordern die illegale Jagd und der rasante Verlust von Lebensraum nach wie vor zu viele Opfer.

Immer wieder beeindrucken und überraschen Berggorillas ihre Besucher durch die Ruhe, die sie ausstrahlen und ihr generell äußerst tolerantes Verhalten. Die bis zu zwei Meter großen und über 200 kg schweren Pflanzenfresser sind zumeist faulenzende Beobachter, die sich lediglich bei Gefahr verteidigen. Die „sanften Riesen“ gelten als die friedlichsten Menschenaffen.

Kongo_2012-24 Foto: Andreas Klotz
Berggorillafamilie im Kongo © Andreas Klotz

Glücklicherweise konnten auf Hawaii auch gute Nachrichten verkündet werden: Der lange Zeit bedrohte Riesenpanda wurde, nachdem die Population in freier Wildbahn innerhalb von zehn Jahren wieder auf über 1.800 Tiere angestiegen war, von der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten gestrichen. Er zählt nun ‚nur noch‘ zu den gefährdeten Arten. Dieser Erfolg ist laut IUCN hauptsächlich dem Einsatz der chinesischen Regierung zu verdanken. Durch maßgebliche Aufforstung und konsequenten Schutz konnten die Tiere, die sich nur sehr langsam fortpflanzen, überleben.

Nun gilt es, auch unsere nächsten Verwandten vor dem endgültigen Aus zu bewahren …

Berggorilla in Ruanda © Andreas Klotz
Berggorilla in Ruanda © Andreas Klotz
Orang Utan auf Borneo © Marko König
Orang Utan auf Borneo © Marko König

Nachhaltige Kooperationen scheinen in diesen kritischen Zeiten die vielversprechendste Lösung zu bieten. Gemeinsam mit dem Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V. führt Mondberge ein langfristiges Hilfsprojekt im Bwindi Nationalpark in Uganda durch. Mit diversen Aktivitäten wird die regionale Bevölkerung aktiv unterstützt, z. B. in Form einer ‘Baumschule’, die den Kindern die Natur und den Wert des Umweltschutzes näherbringt – in Theorie und Praxis.

Mit dem Kauf des Fotobildbandes ‚Perle Afrikas‘ (auch als preisgekrönte Limited oder Black Edition verfügbar) können Sie ebenfalls zum Schutz der letzten frei lebenden Berggorillas, des Regenwaldes und zur Hilfe zur Selbsthilfe der Menschen in Uganda beitragen. Das Buch zeigt Impressionen aus Uganda in exzellenter Druckqualität.

Perle Afrikas

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter
http://www.n-tv.de/wissen/Berggorilla-ist-vom-Aussterben-bedroht-article18564856.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/weltnaturschutzunion-iucn-groesster-gorilla-vom-aussterben-bedroht-a-1110846.html
http://www.taz.de/!5333239/
https://www.iucn.org/news/four-out-six-great-apes-one-step-away-extinction-%E2%80%93-iucn-red-list