Der Westliche Gorilla (Gorilla gorilla) gehört zur Gattung Gorilla und es werden zwei Unterarten des Westlichen Gorilla definiert: der Westliche Flachlandgorilla und der vom Aussterben bedrohte Cross-River-Gorilla.

Neueste Forschungen eines internationalen Teams um Olaf Thalmann von der Universität Turku (Finnland) und Linda Vigilant vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben nun ergeben, dass die beiden Unterarten erst vor ca. 17.800 Jahren begonnen haben, getrennte evolutionäre Wege zu gehen. Grund dafür ist nach Ansicht der Forscher, dass aufgrund von Klimaveränderungen zunächst eine Ausdehnung der Waldgebiete erfolgte, verbunden mit einer Erweiterung des Territoriums der Westlichen Flachlandgorillas. Später schrumpften die Wälder und trennte die Populationen, so dass eine getrennte Entwicklung erfolgte. Durch wiederholte Klimaschwankungen und damit einhergehendes Ausdehnen und Schrumpfen der Wälder begegneten sich Westliche Flachlandgorillas und Cross-River-Gorillas zeitweise und pflanzten sich miteinander fort. Dies führte zu einer Durchmischung des Genpools. Erst vor ca. 420 Jahren kam diese Durchmischung zum Erliegen. Die Anzahl der Cross-River-Gorillas hat seither rapide abgenommen, die genetische Vielfalt ist deutlich reduziert. Hinzukommen die Zerstörung des Lebensraumes und die Jagd, was dazu führt, dass die Cross-River-Gorillas mit heute nur noch ca. 300 Tieren eine stark bedrohte Art sind.

Die Forschungsergebnisse geben jedoch auch Anlass zur Hoffnung. Da die genetische Verarmung beim Cross-River-Gorilla erst vor so relativ kurzer Zeit begonnen hat, äußern die Forscher die Vermutung, dass diese aufgehalten werden könnte, wenn man es dieser Unterart des Westlichen Gorilla ermöglicht, sich über ein größeres Territorium auszubreiten.

Weitere Informationen zu diesen Forschungsergebnissen erhalten Sie auf der Webseite des Max-Planck-Instituts oder bei scinexx – das Wissensmagazin.

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