Seit dem Jahr 2000 wird der 22. Mai als Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gefeiert und erinnert an den 22. Mai 1992: In Nairobi wurde Einigkeit zum Text des UN-Übereinkommens über biologische Vielfalt erzielt. Heute gehört dieses Übereinkommen mit mehr als 190 Vertragsstaaten zu den erfolgreichsten der Vereinten Nationen.

Eselspinguin Falklandinseln: Bildband Mittel- und Südamerika ® Heike Odermatt
Symbolbild: Eselspinguin Falklandinseln: Bildband Mittel- und Südamerika ® Heike Odermatt

Der Internationale Tag der biologischen Vielfalt hat in jedem Jahr ein anderes Schwerpunktthema. Für 2014 hat sich die UN entschieden, das Augenmerk auf „Biodiversität von Inseln“ zu lenken.

Gerade die einzigartigen Tier- und Pflanzenarten auf Inseln sind besonders bedroht. Eben aufgrund der Insellage ist eine Ausbreitung von speziell auf den Lebensraum angepassten Arten kaum möglich. Auf Inseln lebende Arten reagieren besonders empfindlich auf veränderte Klima- und Lebensbedingungen, invasive Arten oder eine veränderte Nutzung von Flächen. Ein Ausweichen ist für diese Arten kaum möglich. Daher ist der Artenverlust auf Inseln besonders groß. Wie das Bundesumweltministerium veröffentlicht, stammten von 724 Spezies, deren Aussterben in den letzten 400 Jahren dokumentiert wurde, mehr als die Hälfte von Ökosystemen auf Inseln, ihren Küsten und angrenzenden Meeresgebieten.

Weitere Informationen: Erbe einer einzigartigen Evolutionsgeschichte – Biologische Vielfalt auf Inseln