Am 06. April jährt sich der Beginn des Völkermordes in Ruanda zum 20. Mal. Auswirkungen dieser Gewalttaten sind bis heute spürbar.

Ruanda_2012-5 Foto: Thomas Weinhold
Flüchtlingslager der Vereinten Nationen in Ruanda. Hier werden Flüchtlinge aus dem Ostkongo untergebracht. Foto Thomas Weinhold

Vom 06. April 1994 bis 17. Juli 1994 töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit ca. 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich diesem Völkermord nicht anschlossen bzw. sich aktiv dagegen einsetzten. Nach Schätzungen der UNO verloren 800.000 Menschen ihr Leben.

Hintergrund dieses Genozid war ein langjähriger Konflikt zwischen der damaligen ruandischen Regierung und der Rebellenbewegung „Ruandische Patriotische Front“ (RPF). Eskaliert ist die Situation durch das Attentat auf den Präsidenten Habyarimana, ein Angehöriger der Hutu, dessen Flugzeug beim Landeanflug auf die Hauptstadt Kigali von einer Rakete abgeschossen wurde. Dies wird als Auslöser für den Beginn des Völkermords gesehen.

Nur kurze Zeit nach dem Attentat begannen in Kigali die Morde an oppositionellen Hutu, prominenten Tutsi und Befürwortern des Arusha-Friedensabkommens, ausgeführt durch die radikale Hutu-Miliz. In den folgenden 100 Tagen wurden hunderttausende Menschen brutal ermordet. Die Vereinten Nationen griffen zunächst nicht ein. Erst am 17. Mai 1994 stimmten sie der Bitte des leitenden UN-Generals vor Ort zu, die Friedenstruppe auf 5.000 Soldaten zu erhöhen. Jedoch waren es am Ende nicht die UN-Truppen, die den Völkermord stoppten, sondern Angehörige der RFP, Exil-Tutsi, die von Uganda aus in Ruanda einmarschierten. Am 17. Juli 1994 gelang der RFP unter dem Anführer Paul Kagame, dem heutigen Präsidenten Ruandas, mit dem Einmarsch in Kigali die Beendigung des Völkermordes.

Doch der Sieg der RFP in Ruanda hatte zur Folge, dass nun die Hutu in Massen flohen, vor allem in das heute als Demokratische Republik Kongo bekannte Nachbarland. Diese bildeten dort die als Hutu Miliz bekannte FDLR (Forces Démocratiques de Libération du Rwanda). Bis heute halten die Konflikte zwischen Hutu und Tutsi an. Aus den verschiedenen Bewegungen sind einige Rebellenorganisationen hervorgegangen, die bis heute die Grenzregion zwischen Ruanda und dem Kongo, sowie die Region weiter im Norden an der Grenze zu Uganda – im Gebiet des Ruwenzori – terrorisieren. Sie bauen illegal Gold und seltene Erdelemente ab und handeln im großen Stil mit Holzkohle. Dabei vernichten sie rücksichtslos fantastische Regenwälder, in denen die letzten Berggorillas dieser Welt leben. Das Schicksal von Kindersoldaten kümmert sie dabei genauso wenig wie die endgültige Vernichtung der Umwelt.

Mondberge Afrika-Thriller

Im Afrika-Thriller Mondberge werden diese aktuellen Gegebenheiten aufgegriffen und mit viel Geschick in eine spannende Entführungsgeschichte eingearbeitet. Der Roman erzählt eine Geschichte voller Mystik und Spannung, tief im Herzen der Mondberge, die auch vor kritischen Themen wie Kindersoldaten nicht haltmacht.
Als eine Trekkinggruppe um den National-Geographic-Fotografen Tom und die dynamische Berlinerin Andrea die schmalen Pfade des Ruwenzori besteigt, wissen die Wanderer noch nichts von Rebellen aus dem Kongo, die sie in den kalten Höhen bereits erwarten. Dort stürzt die geheimnisumwobene Familiengeschichte von Andrea die Gruppe in eine gefährliche Krise. Die Geister der Mondberge und die Quellen des Nils, ein vergessenes Tal und eine unbekannte Menschenaffen-Spezies führen die beiden immer wieder in den Grenzbereich zwischen Realität und Einbildung.

Afrika-Thriller „Mondberge“
Softcover-Paperback, broschiert
Format: 140 x 210 mm
Umfang: ca. 500 Seiten
ISBN-Nr. 978-3-9812944-7-7
Verlag: TiPP 4 GmbH
Preis: 16,90 Euro

Bestellungen über amazon oder direkt beim Verlag TiPP 4.

Auch als E-Book für Kindle, iPad und andere Reader für 11,99 Euro erhältlich

Weitere Infos im Internet auf der Buch- und Autorenseite: www.mondberge.de